Es gibt etwas, worüber wir nicht genug sprechen.
Nicht Produktivität.
Nicht Trends.
Nicht Wachstum.
Aber was genau bewirkt die ständige Konfrontation mit unserem Geist?
Denn die Illusion eines perfekten Lebens in den sozialen Medien ist nicht harmlos.
Es verändert deine Sicht auf dich selbst.
Die 5 %, mit denen du dich vergleichst
Du vergleichst dein Leben nicht mit dem realen Leben eines anderen.
Du vergleichst es mit ihren besten 5%.
Die bearbeitete Fassung.
Die kuratierte Auswahl.
Der gut beleuchtete Bereich.
Die strategische.
Was Sie nicht sehen:
- Der Zweifel
- Die Erschöpfung
- Die Schulden
- Das Hinterfragen
- Die Ursachen des „Durchbruchs“
Aber Ihr Nervensystem weiß das nicht.
Es wird lediglich registriert:
„Ich bin im Rückstand.“
Und langsam setzt sich dieser Glaube fest.
Soziale Medien brauchen nicht nur Zeit. Sie brauchen auch Identität.
Es geht nicht nur ums Scrollen.
Es ist geistige Beschäftigung.
Selbst wenn Sie offline sind, ist ein Teil Ihres Geistes noch da:
- Wie würde das aussehen?
- Soll ich das teilen?
- Ist das gut genug?
- Ist das beeindruckend genug?
Vergleiche werden zur Standardeinstellung.
Leistung wird zur Gewohnheit.
Authentizität verschwimmt.
Und das Schlimmste daran?
Es geschieht allmählich.
So schleichend bemerkt man die Veränderung gar nicht mehr.
Die Guru-Ökonomie basiert auf Unsicherheit.
Auf diesem Druck basiert eine ganze Industrie.
„Handeln Sie jetzt, sonst fallen Sie zurück.“
„Nutze dieses Werkzeug, sonst bleibst du auf der Strecke.“
„Entweder Sie nehmen diesen Kurs oder Sie bleiben durchschnittlich.“
Angst, getarnt als Motivation.
Du bist nicht kaputt.
Du bist überstimuliert.
Du bist nicht unmotiviert.
Du bist erschöpft vom ständigen Vergleich mit Tausenden von Fremden.
Das ist kein Ehrgeiz.
Das ist chronischer Vergleich.
Was passiert, wenn man einen Schritt zurücktritt?
Wenn man den Lärm reduziert, passiert zuerst etwas Unangenehmes:
Schweigen.
Keine externe Validierung.
Keine konstante Eingangsgröße.
Kein Vergleich.
Es fühlt sich seltsam an.
Doch dann kehrt etwas zurück.
Deine eigenen Gedanken.
In Ihrem eigenen Tempo.
Ihre eigenen Vorlieben.
Nicht optimiert.
Nicht kuratiert.
Einfach echt.
Sie brauchen kein weiteres System
Sie brauchen keinen besseren Algorithmus.
Sie brauchen keine stärkere persönliche Marke.
Sie müssen kein Wachstum durchführen.
Du brauchst Platz.
Raum, um das eigene Leben wieder wahrzunehmen.
Raum, um Dankbarkeit zu empfinden, ohne sich verstellen zu müssen.
Raum, um mehr zu wollen, ohne den aktuellen Zustand zu hassen.
Soziale Medien sind nicht böse.
Doch ständige Konfrontation verändert dich.
Ruhig.
Schrittweise.
Und wenn Sie nicht bewusst einen Schritt zurücktreten,
Du merkst gar nicht, wovon du dich entfernt hast.
Zurückzukommen ist eine Entscheidung
Die Entscheidung, nicht länger ziellos umherzutreiben.
Die Entscheidung, sich mit seinen Gedanken auseinanderzusetzen.
Eine Entscheidung, um Ihre Aufmerksamkeit zu schützen.
Dein wirkliches Leben findet nicht auf einem Bildschirm statt.
Es passiert hier.
Im Augenblick.
Und es verdient mehr von dir als eine abgelenkte Version.
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